Spielgruppe

Zusammenleben mit Kindern offenbart uns Erwachsenen die Erziehungaufgaben. Um diese jedoch zu erkennen, müssen wir uns immer wieder bemühen, wach und empfänglich dafür zu sein.

Die Spielgruppe besteht aus einer Kindergruppe von höchstens10 ( ab 2016 nur noch 8) Kindern, die sich zwei halbe Tage in der Woche treffen. Der Verlauf eines Morgens oder eines Nachmittages gestaltet sich in einen Rhythmus von Ein-und Ausatmen und Tätigsein nach aussen, Aktivität, Bewegung und Ruhe, Zuhören, Aufnehmen (nach innen).
Diese äusseren, von uns geführten Regelmässigkeiten sind von grosser Bedeutung, denn die Kinder schätzen es, wenn sich Ereignisse immer wieder zu selben Zeit und in der selben Reihenfolge wiederholen. Dies gibt ihnen unbewusst Geborgenheit und Mut, sich für ihre inneren Bedürfnisse einzusetzen, neues zu wagen und sich spielerisch für ihre Umgebung zu interessieren.

Wunsch und Vision

Die Erarbeitung menschenkundlicher Grundlagen, wie sie speziell in der Pädagogik von Rudolf Steiner erwähnt sind, haben uns eine erweiterte Sichtweise und mehr Freiheit in der Begegnung mit Menschen und vor allem mit Kindern gebracht. Erziehungsarbeit ist dadurch für uns etwas Lebendigeres geworden.
Das Wärchstübli ist entstanden aus dem  Anliegen, jungen Menschen eine Umgebung zu schaffen, in der sie sich selber in Beziehung zur Natur erleben dürfen.
Wir wissen, was es bedeutet, sich an einem schönen Stein, einer Wurzel, einer Kastanie zu freuen und über die Dinge und über natürliche Geschehnisse zu staunen.
Die Eltern möchten wir an die Vielfalt und Einfachheit einer kindergerechten, dem Alter entsprechenden, lebensnahen Umweltgestaltung heranführen und ihnen unsere Erfahrungen weitergeben.
Die kleinen Dinge der Welt, die alltäglichen Verrichtungen, das was im rhythmischen Verlauf der Jahreszeiten von der Natur und den Jahresfesten her sich uns einfach so anbietet, all das schafft den Kindern und auch dem Erwachsenen eine freihe, aber bewusste Beziehung zum Leben und bildet das Gefühl von Eingebettetsein in ein Ganzes.
Durch Vorleben dessen, was uns im Umgang mit Kindern wichtig ist und durch bewusstes Handeln, möchten wir für sie ein wegleitendes Vorbild sein. Das setzt voraus, dass wir uns mit den Dingen und den Zusammenhängen des Lebens auseinandersetzen, Schwierigkeiten angehen und wissen, warum wir etwas tun.

Erziehung bedeutet für uns vor allem Selbsterziehung, Weiterbildung. Wir möchten veränderlich, lernbereit und offen bleiben für das Einfache und Kleine,was das Leben ausmacht. Begegnungen mit den Kindern, Konfliktsituationen und auch die Zusammenarbeit mit den Eltern fordern uns heraus und geben uns den Ansporn, in unseren Gedanken beweglich zu bleiben und immer wieder Wesentliches zu lernen.
Wir hoffen, dass es uns immer wieder gelingt, unsere Ideale und Aufgaben weiterhin mit Kraft und  Freude zu erfüllen.

Allen Eltern danken wir herzlich für ihr Vertrauen, welches sie uns immer wieder für unsere Spielgruppenarbeit entgegenbringen.

Ester Reinhart und Edith Hänggärtner